Zuerst vorweg: Momentan bin ich etwas im Stress, ich habe bald meine Zwischenpräsentation im Masterstudium und sonst noch Abgaben, der Garten wartet auch nicht und der Juni ist schon fast zwei Wochen alt. Trotzdem ist es mir wichtig, diesen Newsletter zu schreiben, da ich es mir fest vorgenommen habe. Ich habe aber nicht viel Zeit, den Text wie sonst, zu überarbeiten, das, was du also liest, ist mehr oder weniger die Rohfassung. Viel Spass trotzdem!
Mai-Geschichten
Beizen, Färben, Staunen
Endlich habe ich es geschafft, mich dem Färbeprozess zu widmen. Zuerst musste die Wolle gebeizt werden. Ich beize mit Alaun. Alaun (Kaliumaluminiumsulfat) ist das klassische Beizmittel beim Naturfärben, da es farbneutral, günstig und für Mensch und Umwelt vergleichsweise unbedenklich ist. Die Beize schafft eine Bindungsstelle für den Farbstoff, damit dieser von der Faser besser aufgenommen wird und weniger ausgewaschen wird. Nachdem ich die gebeizte Wolle gewaschen habe, konnte ich auch schon färben. Zuerst habe ich mit Cosmea (Schmuckkörbchen) gefärbt. Über die Farbe von dieser Pflanze freue ich mich jedes Mal, schau selbst, wie toll es geworden ist:

Garten-Updates
Ich konnte das erste Mal ernten! Geerntet habe ich Radiesli, Pak Choi und Schnittsalat. Die Radiesli waren beinahe über Nacht riesengross und der Pak Choi auch. Ich konnte fast nicht genug ernten, es hatte so viel. Beim Pak Choi bin ich mir aber nicht sicher, was passiert ist. Denn dieser sieht mehr nach Krautstiel aus und schmeckt auch so. Vielleicht waren die Samen falsch abgefüllt? Naja, essen kann man ihn jedenfalls und lecker ist er auch. Allerdings ist er so riesig und zudem ist es ein langes Beet und ich habe in zwei Reihen gesät, nun habe ich wirklich zu viel. Leider wird das Einfrieren nicht empfohlen, da dieser sonst beim Auftauen labrig wird. Also habe ich hier ein Learning (eins von vielen): Kulturen, die sich nicht gut haltbar machen lassen, nicht zu viel ansäen – oder nach Leuten suchen, die gerne davon essen. Ich verschenke übrigens gerne von meinem Gemüse, melde dich, falls du etwas davon haben möchtest.


Über das sich komisch fühlen: Social Media und dieser Newsletter
Wer heutzutage, und ja ich fühle mich irgendwie wie ein Grosi wenn ich dieses Wort benutze, ein kleines Business aufbauen möchte, kommt fast nicht um Instagram herum. Ich habe schon einige Jahre einen persönlichen Instagram-Account, allerdings habe ich nie zu jenen gehört, die besonders viel posten. Also eigentlich habe ich fast nie etwas geteilt, ausser mal eine Story von den Ferien. Nun musste ich das also ändern und ich fühlte mich gar nicht wohl bei diesem Gedanken. Trotzdem habe ich damit begonnen, Fotos und Videos aufzunehmen. Das allererste Mal, als ich ein solches Video geteilt habe, habe ich mich doch ganz schön komisch gefühlt, ja, ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich mich vor allen (und so viele folgen mir nicht) etwas «nackt» mache. Doch dieser Moment habe ich irgendwie überwunden und bald war es nicht mehr so komisch. Tatsächlich macht mir das Schneiden von Videos sogar Spass. Bis dann ein Freund von meinem Bruder mir ein paar Tipps gegeben hat, unteranderem, dass ich mein Gesicht (!) zeigen soll. Das musste ich zuerst etwas sacken lassen und dann ja, habe ich es einfach gemacht. Mir ist nicht viel unangenehm oder peinlich, aber das war es etwas, denn ich musste dafür definitiv meine Komfort Zone verlassen. Das Video dafür war schnell geschnitten, fürs Teilen dann habe ich fast zwei Wochen gebraucht, aber schliesslich habe ich es geteilt. Im ersten Moment war es auch wieder ein komisches Gefühl, doch das verflog schnell und jetzt weiss ich, manchmal ist es gut, die Komfort Zone zu verlassen. Folge mir auf Instagram (@mariegold.ch) um mein Gesicht weiterhin zu sehen 😉 Danke Mo, für die Tipps, die du mir gegeben hast.
Noch ein paar Worte zu diesem Newsletter, denn dieses Gefühl, sich «nackt» zu machen, hatte ich auch hier. Diesen Newsletter lesen mittlerweile über 100 Leute und ich freue mich über jede und jeden einzelnen! Auch habe ich schon einige positive Rückmeldungen dafür erhalten, danke liebe Leute dafür, ich freue mich wirklich sehr darüber! Also gerne mehr davon, du kannst natürlich aber auch eine kritische Rückmeldung geben, falls nötig.
Und sonst noch tolles
Etwas weiteres, wirklich tolles ist geschehen. Ich habe mich mit meinem Projekt für Fördergeld bei Students4Sustainability beworben und dieses Ende Mai bekommen! Das ist für das Projekt ein tolles Zeichen und motiviert zusätzlich. Ohne Alpha, Aline, Stefan und Chris hätte ich es aber nicht geschafft. Danke euch!

Was geschieht im Juni?
Gartenclub
Der nächste Garten-Club-Tag findet am 28. Juni statt. Schreib mir, falls du dabei sein möchtest! Dieses Mal wird es sicher auch etwas zu ernten geben 😉
Wolle
Die Wolle, die ich von Beat und Astrid geschenkt bekommen habe, kann ich Ende Juni zur Wollspinnerei Vetsch geben, um sie zu Garn verarbeiten zu lassen. Ich hatte noch keine Zeit, um sie zu sortieren, dass muss also bald mal erledigt werden. Ich kann immer noch helfende Hände gebrauchen, melde dich, falls du Lust hättest.

Studium
Ja, wie schon erwähnt, habe ich Zwischenpräsentation von meinem Studium, genau genommen am 18. Juni. Drück mir die Daumen! Du kannst auch vorbeikommen, falls du möchtest.
Garten
Die Eisheilige waren kalt und der Sommer kam über Nacht. Es war sehr schnell, sehr heiss und deshalb wartete ich mit der Aussaat. Im Nachhinein wohl ein Fehler, da ich momentan keine Zeit dafür habe. Die Aussaat der Färbepflanzen ist deshalb verspätet aber wohl noch im Rahmen, mal schauen. Jedenfalls ist das gleich das Erste, was ich nach meiner Präsentation mache!

