August-Geschichten
Wo die Zeit bleibt
Uff wie schnell die Zeit vergeht! Sie vergeht so schnell, dass ich ziemlich hinterher bin mit dem Newsletter. Schon fast ist Ende September und du liest hier erst den August-Newsletter. Ups, sorry. Ich versuche das nächste Mal pünktlicher zu sein, das heisst also, der nächste Newsletter kommt schon etwa in zwei Wochen. Ausserdem hoffe ich auch, dass du mir die Verspätung nicht übelnimmst und dich dafür freust, wieder was von mir und dem Projekt zu hören.
Garten-Updates
Im August konnte ich ganz viele Gurken ernten, obwohl ich die ja auch zu spät gesät habe. Zudem erfreute ich mich auch an den zahlreichen blühenden Zinnien, die ich gerne als Schnittblumen verwende. Da ich in diesem Gartenjahr doch einiges ernten konnte und immer noch kann, rückt die Frage, wie die Ernte verarbeitet werden kann, in den Fokus. So habe ich ein sehr leckeres Gurken-Getränk gemacht oder auch einen saftigen Rüeblikuchen – schreib mir oder komm vorbei für das Rezept. Ausserdem habe ich schon einiges eingefroren. Zudem werde ich in den nächsten Tagen noch Sauerkraut einmachen. Ausgesät habe ich neu in einem Beet noch Schnittsalat und Radiesli und im anderen Spinat und Federkohl. Für den Federkohl bin ich natürlich wieder etwas zu spät dran, aber wir schauen, was wird. Der Sturm, der vor einiger Zeit ganz schön gewütet hat, hat den Garten übrigens weitgehend verschont. Dafür hat es endlich etwas geregnet.



Färbe-Freitag
Aufgrund von Ferien habe ich im August nicht so viel gefärbt. Immerhin mit den Holunderbeeren konnte ich aber experimentieren. Die Farbe hat mich aber nur mässig begeistert. Zudem ist sie auch nicht besonders farbecht. Ich hoffe, ich kann in der kommenden Zeit noch etwas mehr färben.

Kandis, die Ausbrecher-Königin
Die zwei Schäfchen, Käferli und Kandis, haben sich gut eingelebt. Man könnte fast sagen zu gut, denn Kandis weiss nun auch, wo es das beste Futter gibt, und zwar abseits ihrer Weide. Als erstes hat sie entdeckt, dass die Äpfel vom Baum in meinen Garten fallen, als zweites hat sie das Schlupfloch entdeckt und schwup die wup war sie im Garten. Zum Glück hatte sie aber in dieser Zeit, in der sie unentdeckt war, nur Augen und Mund für die Äpfel. Nachdem ich zweimal vermeintlich gedacht habe, den Zaun einbruchsicher verstärkt zu haben und sie es zweimal trotzdem hineingeschafft hat, hat dann schliesslich nur noch Strom geholfen. Leider blieb es nicht beim Schlupfloch im Garten, sie ist seither schon einige Male ausgebüxt. Und gerade jetzt, wenn ich das hier schreibe, muss ich mich beeilen, weil sie schon wieder durchgeschlüpft ist. Das wird wohl so lange bleiben, bis überall provisorisch Häge verstärkt wurden oder ein Strom-Zaun gespannt wurde. Es wird jedenfalls nie langweilig.


Was geschieht im September?
Gartenclub
Zurzeit ist es mir nicht möglich, ein fixes Datum für den Gartentag festzulegen. Falls du kommen möchtest, dann schreib mir einfach. Wir finden sicher etwas passendes.
Garten
Im Garten gibt es nun vor allem noch zu ernten. Da der Regen schon wieder ausbleibt, muss ich die neu angesäten Beete wässern. Und langsam kann ich auch mit der Planung für die Garten-Saison 2027 starten. Hast du eine Idee für ein Gemüse oder eine Färberpflanze, die ich anbauen sollte? Dann schreib es mir, ich freue mich über Ideen und werde darüber berichten.

Schafe scheren
Schon bald kann ich meine Schafe scheren. Dafür können sie einen Ausflug zu ihrer alten Heimat machen, denn da kann ich sie scheren lassen. Sie können also zu Beat, von ihm habe ich sie damals gekauft. Das ist natürlich sehr praktisch und ich freue mich, dass das klappt. Bei dieser Gelegenheit kann ich auch direkt neue Wolle von Beats Herde sortieren und beziehen, sodass ich schon bald wieder zur Wollspinnerei Vetsch fahren kann.

Im Fokus: Ernte einlagern
Das richtige ernten und einlagern der Gartenerzeugnisse ist genau so wichtig wie das Pflegen im Frühling und Sommer. Denn wenn das richtig gemacht wurde, so hat man nicht nur eine gute, sondern oft auch eine grosse Ernte. Es ist dann nicht möglich, alles gleich frisch und zeitnah zuzubereiten. Ausserdem gibt es im Winter weniger Gemüse, dass frisch geerntet werden kann und so ist es toll, wenn man die sommerliche Ernte im Glas, durch Einfrieren oder Fermentieren verlängern kann. Doch nicht jedes Gemüse lässt sich gleich haltbar machen, deshalb hier die wichtigsten Unterschiede und Methoden, wie ich die Ernte einlagere:
Im Freien lassen: Wintergemüse z.B. Federkohl, Nüsslisalat und Rosenkohl in den Beeten lassen
Blanchieren und Einfrieren: Brokkoli, Erbsen, Spinat, …
Fermentieren: Weisskohl
Im Naturkehller einlagern: Karotten, Rotkohl, Kürbis, …
Einkochen: Tomaten zu Sugo, Früchte zu Konfi, Äpfel zu Apfelmus oder Apfeldicksaft, Holunderbeeren zu Saft gegen Erkältung, …

